© Gemeinde Pillig 2016   
Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten das Angebot der Ortsgemeinde, die 800 Jahr-Feier in Bildern noch einmal Revue passieren zu lassen. Am 20. Oktober 2012 wurde das Festjahr mit einer Fotoshow auf der Großbildleinwand im Hotel Pastis beendet. Ortsbürgermeister Tilman Boehlkau konnte hierzu im vollbesetzten Saal auch die meisten Mitglieder der Vorbereitungsgruppe begrüßen und sich mit einem Geschenk für ihre Arbeit bei ihnen bedanken - eine von der Pilliger Töpferin, Elke Kubicek-Rossenbach, gestaltete Tasse mit dem Wappen der Gemeinde Pillig und den Jahreszahlen 1212 - 2012 - jede Tasse ein Unikat. Die vielen Fotos und die abschließende Videoshow - gestaltet von unserem Neu-Pilliger Mariola Cieslawski - sorgten für anregende Gespräche. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zum Abschluss mit dem Ortsbürgermeister feststellen: Pillig ist schön!
„Pillig ist schön“ Grandiose Zeitreise in eine vergangene Welt mit Handwerker- und Bauernmarkt Pillig.   Ein   kleines   Dorf   mit   nur   eben   etwa   500   Einwohnern   wurde   zur   800-Jahr-Feier   von   10.000   Besuchern   für   einen   Tag   übervölkert.   In   zwei   Jahren Vorbereitung   mit   einem   ehrenamtlichen Team von   etwa   19   Personen,   darunter   auch vielen Jugendlichen,   ist   es   mit   Bürgermeister Tilman   Boehlkau   an   der Spitze   zu   einem   wirklich   grandiosen   Fest   gekommen,   welches   alle   Gäste   in   den   Bann,   ja   fast   schon   in   einen   Rausch   zog.   Als   Überschrift   hatte   man   „800 Jahre   Pillig   –   damals   und   heute“   gewählt   und   dabei   hat   man   keinesfalls   übertrieben.   Der   Filmemacher   Edgar   Reitz   hatte   vor   Kurzem   einige   Häuser   im Hunsrück   für   seinen   neuesten   Film   mit   gigantischen   Fassaden   verkleiden   lassen,   um   diese   in   eine   ältere   Zeitepoche   zu   versetzen,   doch   hier   in   Pillig betrat   man   den   Ort   und   fühlte   sich   gleich   in   eine   andere   Zeit   versetzt   und   dies   gelang   den   Bewohnern,   die   alle   an   dem   Projekt   800-Jahr-Feier   beteiligt waren   ganz   und   gar   ohne   Kulissen   aus   Pappmaché.   In   dem   Ort   griff   man   einfach   nur   auf   das   zurück,   was   man   auch   wirklich   selbst   hatte,   Gegenstände aus   vergangenen   Zeiten,   Häuser,   Höfe   bestens   herausgeputzt,   die   genau   der   Zeit   von   damals   entsprachen.   Im   Vorfeld   hatte   Boehlkau   nicht   zuviel versprochen,   als   er   von   einem   spannenden   Erlebnis   für   alle   sprach.   Atemberaubend   der   Blick   die   Hauptstraße   hinunter,   diese   war   in   ein   wahres Fahnenmeer    getaucht,    die    Handwerker    und    Aussteller    hatten    alles    auf    die    Straße    gebracht,    man    handelte    und    arbeitete    dort    auch    direkt.    Den Hauptveranstaltungsort   mit   Bühne   befand   sich   mitten   im   Ort,   wobei   sich   aber   das   gesamte   Geschehen   im   ganzen   Ort   verteilte.   Keine   Ecke,   kein   Hof   und kein   Garten,   der   nicht   bestaunt   werden   konnte.   Auch   die   alten   Hausnamen   hat   man   wieder   an   den   Gebäuden   befestigt.   Und   so   empfingen   der   Landrat Alexander   Saftig,   Ortsbürgermeister   Tilman   Boehlkau,   Verbandsbürgermeister   Maximilian   Mumm   und   die   amtierende   Rapsblütenkönigin   Jenny   Hanrath am   Ortseingang   den   Ministerpräsidenten   Kurt   Beck   persönlich   und   begleiteten   ihn   auf   dem   Rundgang   durch   das   Geschehen.   So   zeigte   die   Anwesenheit des   Landesvaters,   wie   hoch   die   Wertigkeit   dieser   Veranstaltung   doch   zu   werten   war.   Auffällig   hierbei   war   die   ausgelassene   Fröhlichkeit   von   Beck,   er grüßte   ständig   die vielen   Menschen   und   bedankte   sich   für   die   Mitarbeit   der Aktiven   an   fast   jedem   Stand.   Erfreut   haben   ihn   auch   die   zahlreichen wieder   in alter Pracht hergerichteten Häuser. Man   ging   die   Straßen   hinunter   und   fühlte   sich   in   eine   andere   Welt   und   in   ein   anderes   Zeitalter   versetzt.   Diesen   Eindruck   bekam   man   auch   durch   die zahlreichen   Accessoires   links   und   rechts,   Kleinigkeiten   die   in   ihrer   Vielfältigkeit   den   Eindruck   vermittelten,   wirklich   in   der   damaligen   Zeit   zu   schlendern. Und   dann   der Vorfall   kurz   vor   der   prachtvoll   gestalteten   Bühne.   Kurt   Beck   und   seine   Gefolgschaft   erreicht   den   Platz,   als   mitten   im   Geschehen   ein   kleiner Junge auf einem Pferd auftaucht und das Pferd hinter sich ein paar Stämme zieht, eben wie es damals üblich war. War diese Szene inszeniert, man könnte es   den   Pilligern   zutrauen   oder war   es   nur   Zufall,   das   dieser   Kleine   hier vorbei   kam.   Besser   hätte   es   kein   Filmregisseur   arrangieren   können.   Und   auf   solche und   ähnliche   Begebenheiten   stieß   der   Tross   um   Beck   im   Fortlauf   seines   Rundganges   immer   einmal   wieder.   Es   würde   den   Rahmen   sprengen   alle Darbietungen   und   Angebote   hier   aufzuführen   und   die   Begegnungen,   die   man   dabei   empfing   in   Worte   zu   fassen   –   zu   groß   die   Emotionen   an   diesem   Tag für   alle   Besucher.   Mit   einer   Maifelder   Küche wurde   man   auf   dem   Dorfplatz   empfangen   aber   fast   jeder   Hof   hatte   etwas   Besonderes   und   Eigenes   zu   bieten. Ob   Flammkuchen,   Wildgerichte   oder   auch   ein   Spanferkel,   leckere   Speisen   und   Getränke   luden   überall   zum   Verweilen   ein.   Doch   alles   in   Ruhe   zu betrachten   war   an   einem   Tag   nicht   möglich.   Selbst   eine   Wohnung   konnte   durchquert   werden,   um   dann   in   einen   prachtvollen   Garten   zu   gelangen,   doch entspannen   war   nicht   angesagt,   zu   groß   das   Interesse   für   alles   andere.   So   konnte   Boehlkau   auch   nur   einige   Highlights   präsentieren   und   zum   Abschluss ging   es   für   die   Beteiligten   auf   die   Bühne   zu   einer   Gesprächsrunde,   gekonnt   moderiert   von   Stefan   Pauly.   Kurt   Beck   äußerte   sich   in   dem   Gespräch   positiv: „Imposant   ist   zu   wenig,   es   ist   großartig   –   lieber   Tilman   -   großes   Kompliment   an   die   Gemeinde,   großes   Kompliment   an   alle   Bürgerinnen   und   Bürger,   man sieht   sozusagen   an   jedem   Haus,   man   sieht   es   in   jedem   Hof,   die   Menschen   freuen   sich   und   machen   mit   und   diese   Gastfreundschaft   die   wirkt   ganz offensichtlich   auf   die   gesamte   Region.   Ich   finde   man   kann   sich   hier   nur   wohlfühlen   –   ein   tolles   Fest.“   Er   sprach   weiter   von   einem   schmucken   Dorf,   einem sich   selber   gebliebenem   Dorf,   das   sich   in   die   Moderne   hinein   entwickelt   hat.   Danach   übergab   er   eine   Farbradierung   mit   historischen   Orten   aus   dem   Land und   als   Ehrung   für   die   Gemeinde   die   Fahne   des   Landes   Rheinland-Pfalz   in   Anerkennung   und   Respekt   vor   der   Leistung   der   Bürgerinnen   und   Bürger   an den Bürgermeister. Der   wiederum   schenkte   dem   Landesvater   ein   Glas   „Birrkraut“,   denn   die   Pilliger   sind   ja   „Birrkrautskrämer“.   Und   am   Ende   des   offiziellen   Teils   sagte   Kurt Beck,   auf   den   der   nächste   Termin   bereits   wartete   noch   einen   bemerkenswerten   Satz   am   Rande.   „Ach   Leute,   wisst   ihr   was,   wir   gehen   jetzt   noch zusammen   gemütlich   ein   schönes   Glas   Bier   trinken.“   Natürlich   gesagt   und   auch   getan.   Besser   hätte   er   seiner   Begeisterung   für   dieses   Fest   und   seinem Wohlbefinden in Pillig keinen Ausdruck verleihen können. - US - Text: Udo Stanzlawski / Koblenz

Februar 2017

Bei der Arbeit, solche Figuren schmückten das Dorf 800 Jahre Pillig – ein rauschendes Fest! Was für ein Tag – was für ein Wetter – was für „Menschenmassen“, die durch Pillig „pilgerten“! Für die 800 Jahr-Feier am Sonntag, 2. September 2012, hatte sich Pillig herausgeputzt und man konnte mit Fug und Recht sagen: „Pillig ist schön“. Mein besonderer Dank für diesen gelungenen Tag gilt den Mitgliedern der Vorbereitungs- gruppe, die fast zwei Jahre viel Zeit und Ideen in das Fest investiert haben. Aber auch bei den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die bei der Verschönerung des Dorfes, sowie den Auf- und Abbauarbeiten geholfen haben, bedanke ich mich recht herzlich. Besonders überrascht war ich von den liebevoll gestalteten Höfen, den vielen Ideen, die dort umgesetzt worden sind, den Angeboten, die gemacht wurden und nur lobende Worte fanden. Von diesem wundervollen Tag kann Pillig noch lange zehren. Herzlichen   Dank   noch   einmal   an   alle,   die   sich   tatkräftig   in   die   Gest altung,   die   Organisation   und   Durchführung   der   800   Jahr-Feier   im   wahrsten   Sinne   des Wortes eingemischt haben! Die Ehrengäste auf der Bühne am Dorfplatz
Geburtstagsfeier bei Traumwetter stp | 03.09.2012 Petrus   belohnte   die   zweijährige   Vorbereitungszeit   für   die   800-Jahr-Feier   mit   Traumwetter.   Die   Pilligerinnen   und   Pilliger   durften   mit   der   Sonne   um   die Wette strahlen. Rund    10.000    Besucherinnen    und    Besucher    strömten    in    die    Maifeldgemeinde    und    erlebten    das    beeindruckende    Geburtstagsmotto    „Pilliger Birrkrautskrämer   lassen   alte   Handwerke   wieder   auferstehen“.   Der   Schirmherr,   Ministerpräsident   Kurt   Beck,   ließ   es   sich   nicht   nehmen,   in   einem   90- minütigen   Rundgang   den   Handwerker-   und   Bauernmarkt   zu   genießen.   Über   50   Marktstände   luden   auf   den   Straßen   und   in   den   Höfen   des   Ortskerns   zum Verweilen ein. Unter   anderem   war   das   "Stihl-Timbersports"-Team   zu   Gast   und   zeigte   die   hohe   Kunst   des   Sportholzfällens.   "Wir   wurden   für   unsere   Vorbereitungen belohnt",   bilanzierte   Ortsbürgermeister   Tilman   Boehlkau,   der   sich   bei   den   Bürgerinnen   und   Bürgern   für   den   großen   Einsatz   bedankte.   Zu   den   Gästen   der Geburtstagsfeier gesellten sich auch Landrat Dr. Alexander Saftig, VG-Bürgermeister Maximilian Mumm und die Maifelder Rapsblütenkönigin Jenny. Stefan Pauly, Wochenspiegel, Redaktion Mayen
Fit wie ein Turnschuh: Kinder der KiTa Löwenzahn begeistern bei der 800-Jahrfeier in Pillig Auch   die   kleinsten   Bürger   aus   Pillig   und   Naunheim   hatten   bei   der   800-Jahrfeier   in   Pillig   einen   großen   Auftritt:   Die   Kinder   und   Erzieherinnen   der   KiTa Löwenzahn   rockten   die   Bühne   mit   zwei   Tänzen   und   begeisterten   die   Zuschauer.   Jetzt   wissen   Alle,   dass   nicht   nur   Theo   fit   wie   ein   Turnschuh   ist   sondern auch die KiTa-Kinder! Am   Kindergarten war   auch   der   Infostand   der Aktion   „Helft Tim“   für   den   leukämiekranken Tim   aus   Naunheim.   Dort   informierten   Bürger   aus   Naunheim   über die   Notwendigkeit,   einen   Stammzellspender   für   Tim   zu   finden,   und   die   Möglichkeit   zur   Registrierung   in   der   Deutschen   Knochenmarkspenderdatei (DKMS).   Als   Erlös   des   Waffelstands,   den   die   Kindergarten-Eltern   organisierten,   konnten   300   Euro   an   die   Aktion   „Helft   Tim“   und   den   DKMS   übergeben werden. Als e hemaliges Kindergartenkind liegt der achtjährige Tim dem Kindergarten besonders am Herzen. Informationen gibt es unter www.dkms.de .
Festschrift aus Anlass der 800 Jahr-Feier Die   Ortsgemeinde   Pillig   gibt   aus   Anlass   der   800   Jahr-Feier,   die   am   Sonntag,   2.   September   2012,   stattfindet, eine Festschrift heraus (siehe auch unter Chronik). Diese   wird   im   Laufe   der   kommenden   Wochen   allen   Haushalten   in   Pillig   zum   Kauf   angeboten   (2,00   €   das Stück). Auch während des Festtages wird sie an interessierte Besucherinnen und Besucher veräußert. Die    Vorbereitungsgruppe    wünscht    allen    Leserinnen    und    Lesern    viel    Freude    an    der    Fortschreibung    der Chronik, die mit Sicherheit eine wertvolle Ergänzung zur Ortsgeschichte darstellt.
Alte Hausnamen erstehen wieder auf In Vorbereitung auf die 800 Jahr-Feier, die am Sonntag, 2. September 2012, in Pillig über die Bühne geht, werden die Hausnamen, die früher anstelle des Familiennamens üblich waren, den Hauseigentümern – wenn sie es wünschen – wieder „verliehen“. Die Vorbereitungsgruppe hat sich dafür entschieden, die Hausnamen auf Schiefertafeln (siehe Fotobeispiel) zu verewigen. Fleißige Hände haben bereits eine Vielzahl von Hausnamensschildern angebracht, die übrigen werden in der nächsten Zeit an den Häusern der „Festmeile“ angebracht.
Grußwort Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm Verbandsbürgermeister Maximillian Mumm Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Pilligerinnen und Pilliger, größer könnte der Kontrast kaum sein: 1212, als die Maifeldgemeinde Pillig unter dem Namen Pilliacum erstmals urkundlich erwähnt wird, herrscht tiefstes Mittelalter. Das Rittertum und das Römische Deutsche Kaiserreich erleben ihre Blütezeit. Es ist die Zeit des Lehnswesens und         Verbandsbürgermeister Maximillian Mumm des Minnegesangs, der Kreuzzüge und der großen Hungersnöte. 2012   –   Pillig wird   800 Jahre   alt.   Das   Dorf   ist   alt   an Jahren,   durch   den   Zuzug von   Neubürgern   aber   jung   geblieben.   Eine   lebendige   Gemeinschaft   mit   einem guten Angebot   für   die   Bürgerinnen   und   Bürger.   Die Jüngsten   besuchen   den   dorfeigenen   Kindergarten,   toben   auf   dem   Sport-   oder   dem   Spielplatz.   Später treffen    sie    sich    in    den    Jugendräumen,    im    Bürgerraum    oder    im    Pfarrheim,    organisieren    sich    in    den    örtlichen    Vereinen    wie    Feuerwehr,    Möhnen, Spielmannszug oder Alte Herren und feiern gemeinsame Feste. Jüngstes   und   schönstes   Beispiel   ist   die   800-Jahr-Feier.   Liebe   Pilliger   Mitbürgerinnen   und   Mitbürger,   ich   gratuliere   Ihnen   ganz   herzlich!   Nicht   nur   zum Geburtstag,   sondern   auch   zu   dem   Programm,   das   Sie   und   ihr   Organisationsteam   auf   die   Beine   gestellt   haben   und   das   sich   mehr   als   sehen   lassen   kann. So   dürfen   wir   uns   unter   dem   Motto   „Pilliger   Birrkrautskrämer   lassen   alte   Handwerke   wieder   auferstehen“   auf   ein   rundum   gelungenes   Fest   freuen,   in dessen    Mittelpunkt    die    Handwerkskunst    unserer   Vorfahren    und    das    gute    alte    Birrkraut    steht,    dem    die    Pilliger    ihren    Spitznamen    Birrkrautskrämer verdanken. Kennen   Sie   ihn   noch,   diesen   süßen,   aus   der   Zuckerrübe   gewonnenen   Sirup,   das   Nutella   unserer   Kindheit.   Dunkel,   klebrig,   mit   einem   leicht   malzigen Geschmack   und   einem   hohen   Eisengehalt,   war   der   Brotaufstrich   früher   manchmal   die   einzige   süße   Leckerei   und   sicher   gesünder   als   die   heute   so beliebte Nussnougatcreme. Ich freue mich schon auf das Pilliger Birrkraut, das extra fürs Fest gekocht wird. Ich   freue   mich   auch   auf   ein   garantiert   gelungenes   Fest   und   wünsche   Ihnen,   liebe   Bürgerinnen   und   Bürger,   für   ihr   Jubiläumsjahr   und   für   die   Zukunft   alles Gute. Lassen Sie uns gemeinsam feiern! Maximilian Mumm Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld
v. l. n. r.: Maximilian Mumm, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld Dr. Alexander Saftig, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz Jenny Hanrath, 4. Rapsblütenkönigin Tilman Boehlkau, Ortsbürgermeister Pillig Ministerpräsident Kurt Beck
  Grußwort Pastor Guido Lacher 800 Jahre Ortsgeschichte sind auch 800 Jahre Kirchengeschichte, begründet sich d och das Jubiläum nach einer urkundlichen Erwähnung der Pilliger Kirche aus dem Jahr 1212. Für mich ist das ein Hinweis, dass Zivilgemeinde und Kirchengemeinde seit Jahr- hunderten miteinander verflochten gelebt haben. Das Kirchengebäude, dessen Turm die Brücke bis ins 14.Jahrhundert schlägt, ist bis heute das älteste Bauwerk des Ortes und Zeuge der langen Tradition. Glücklicherweise haben Pilliger Bürgerinnen und Bürger an        Pfarrer Guido Lacher ihren   Traditionen   nicht   starr   geklebt,   sondern   ihren   Teil   der   Historie   mit   der   Sprache   ihres   je   eigenen   Zeitabschnittes   lebendig   gestaltet.   Das   lese   ich   aus den   Kunstwerken   in   der   Kirche,   die   aus   unterschiedlichen   Epochen   und   Stilrichtungen   bis   in   unsere   Zeit   stammen.   Die   Pilliger   Kirche   -   ich   nenne   sie „Schmuckkästchen“ - hat sich so zu einem Kleinod entwickelt, das seinesgleichen sucht. Pillig   kann   stolz   sein   auf   seine   lange   Tradition   und   seine   schöne   Kirche.   Ich   finde   es   angemessen,   das   800   jährige   Jubiläum   ausgiebig   zu   feiern.   Allen Bürgerinnen   und   Bürgern   von   Pillig,   aber   auch   allen   Gästen,   die   zum   Jubiläum   kommen,   wünsche   ich   gesellige   Stunden,   frohe   Begegnungen   und   vor allem Gottes gnädigen Segen. Guido J. Lacher Leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Maifeld
Ministerpräsident Kurt Beck gratuliert zum Gemeindejubiläum Zum Festtag des 800-jährigen Bestehens der Ortsgemeinde Pillig gratulierte Ministerpräsident Kurt Beck. „Pillig ist eine lebendige Gemeinde, die von dem vielfältigen, ehrenamtlichen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürgern geprägt ist. Die große Zahl an Vereinen und Organisationen sind Beleg für das aktive Gemeinschaftsleben. Das Miteinander und Füreinander sind Garanten für das Gelingen einer Gemeinschaft, und das wird in Pillig auf vorbildliche Weise verwirklicht“, sagte der Ministerpräsident in seiner Rede. Besonders hob Beck auch die Dorferneuerung hervor. Die Ortsgemeinde sei seit 1984 anerkannte Dorf- erneuerungsgemeinde und habe durch verschiedene Projekte die historische Bausubstanz des Dorfes erhalten und neue Infrastrukturprojekte fördern können. Beck erinnerte daran, dass das Land beispielsweise den Umbau der ehemaligen Schule zum Gemeindehaus und Jugendtreff gefördert habe. „Ein 800-jähriges Gemeindejubiläum verdeutlicht, auf welch langer Tradition unser modernes Rheinland-Pfalz aufgebaut wurde“, so der Ministerpräsident Beck weiter. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pillig als „Pillacum“ im Jahre 1212. Eine Besiedlung fand aber sehr viel früher statt. „ Schon die Römer wussten das schöne Maifeld zu schätzen“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck. Die Jubiläumsfeier, die mit einem Festgottesdienst in der Dorfkirche begann, wurde von vielfältigen musikalischen und tänzerischen Darbietungen verschiedener Vereine umrahmt. Ein Handwerker- und Bauernmarkt bot den Besuchern einen Einblick in die alte Handwerkskunst.